Musikfest Schloss Weinzierl
vom 15. bis 17. Mai 2026, Motto "Zauberhaft"
Das Musikfest Schloss Weinzierl findet vom 15. bis 17.Mai
2026 bereits zum 17. Mal statt und steht diesmal unter dem Motto „Zauberhaft“.
Die künstlerische Leitung und Planung liegt wieder in den Händen des Altenberg
Trios Wien. Das Programm ist diesmal inspiriert von Zauber, Märchen und
musikalischer Magie.
Die 4 Konzerte spannen den Bogen von einem späten Klaviertrio von Haydn über
Programmmusik, wie die geniale Vertonung von Goethes „Zauberlehrling“ durch
Paul Dukas oder die berührende Ausdrucksvielfalt in einer Bachsuite für Cello
solo bis zu packender, expressiver Kammermusik in größerer Besetzung, die durch
ihre Klangfülle verzaubert. Als zusätzliche visuelle Ebene ist am
Samstagnachmittag im Arkadenhof erstmals beim Musikfest Tanz zu sehen.
Die bekannte Ö1-Moderatorin Stephanie Maderthaner wird durch das Programm
führen.
Das Programm des Eröffnungskonzerts am 15. Mai beginnt fast schon traditionell
mit einem Werk von Haydn, einem der späten Klaviertrios, die immer wieder durch
ihre musikalisch reife Meisterschaft faszinieren. Mit orientalischen und
folkloristischen Anklängen entführt das Klarinettentrio von Khatchaturian,
geschrieben 1932, in eine ganz andere Klangwelt, an die Paul Dukas
„Zauberlehrling“ mit romantisch-impressionistischen Klängen nahtlos anknüpft.
Das Werk hat übrigens 1940 mit der Szene „Sorcerer Mickey“ in Walt Disneys
„Fantasia“, in der Micky Maus als Zauberlehrling agiert, der zu Dukas’ Musik
gegen Besen und Wasser ankämpft, eine bis heute faszinierende visuelle
Umsetzung bekommen.
Im zweiten Teil des Konzertes ist das virtuos-dramatische erste Klavierquartett
des Dukas-Zeitgenossen Gabriel Fauré zu hören.
Im Préludekonzert am Samstag nachmittag ist erstmals beim Musikfest Tanz als
eine, die Musik visuell und im Ausdruck erweiternde und ergänzende Kunstform zu
erleben. Gespielt wird ein spannendes Programm, beginnend mit der 6. Suite für
Cello solo von Johann Sebastian Bach. Danach beweist der US-amerikanische
„Minimal Music“- Komponist Steve Reich, wie sich eine einzelne Klarinette
mittels Audiozuspielung – als wäre es Magie - in ein ganzes Klarinettenensemble
verwandeln kann. Am Ende hören Sie noch Prokofjews selten gespielte,
zauberhafte Sonate für 2 Violinen.
Im Abendkonzert am Samstag um 19.00 geht es weiter mit märchenhaften Klängen.
Am Beginn stehen Schumanns späte Märchenerzählungen - ein 4-teiliges Werk für
Klarinette, Bratsche und Klavier. Eine Geschichte aus Tausendundeine Nacht
bildete das Libretto für die Oper „Abu Hassan“ von Carl Maria von Weber; daraus
ist die originelle Ouvertüre in einer Fassung für Klavier zu 4 Händen zu hören.
Am Ende des ersten Teils steht das mit dunkel-samtigen Klängen faszinierende
Klarinettentrio von Brahms auf dem Programm.
Dem 1880 entstandenen Klavierquintett von César Franck wird eine „sengende
emotional-explosive Kraft“ zugeschrieben. Es bildet somit den idealen
Schlusspunkt eines intensiven Programmes.
Die Matinée am 17. Mai um 11.00 strahlt in verschiedensten Farben: einem hellen
B-Dur Satz eines Klarinettenquintetts von Mozart - von dem die 3 restlichen
Sätze vermutlich aufgrund einer Schlamperei verloren gingen - steht die
existentielle Fragen aufwerfende Fantasie f-moll für Klavier zu 4 Händen aus
Schuberts letztem Lebensjahr 1828 gegenüber. Prokofjews Ouvertüre über
hebräische Themen, sein erfolgreicher Einstieg in die New Yorker Musikszene im
Jahr 1918, beschließt den ersten Teil.
Dvořáks Klavierquintett Op. 81 entstand durch einen Zufall: der Komponist fand
beim Aufräumen sein frühes Klavierquintett Op. 5 und war angeblich damit so
unzufrieden, dass er sofort mit einer Neukomposition begann. Entstanden ist ein
wahrer Blumenstrauss von bezaubernd schönen Melodien und ein von
folkloristischen Formen wie Dumka, Furiant oder Polka inspiriertes Meisterwerk,
mit dem das Musikfest Schloss Weinzierl 2026 endet.
Freitag, 15. 5. 2026, 19.00 Uhr
„Fantasia“
Haydn: Klaviertrio Es-Dur Hob. XV:29
Ioana Christina Goicea
Peter Somodari
Avo Kouyoumdjian
Khatchaturian: Trio für Klarinette, Violine und Klavier (1932)
Thorsten Johanns
Ioana Christina Goicea
Christopher Hinterhuber
Dukas: L’Apprenti sorcier - der Zauberlehrling für 2 Klaviere
Christopher Hinterhuber
Avo Kouyoumdjian
*** Pause ***
Fauré Klavierquartett Nr. 1 c-moll Op. 15
Ioana Christina Goicea
Tomoko Akasaka
Peter Somodari
Christopher Hinterhuber
Samstag, 16.5. 2026
17.00 Uhr, Préludekonzert
„Dances“
Bach: Cellosuite Nr. 6 BWV 1012
Steve Reich: New York Counterpoint für Klarinette solo und Tonband
Prokofiev: Sonate für 2 Violinen Op. 56
Dauer ca. 45 Minuten ohne Pause
Peter Somodari
Thorsten Johanns
Ioana Christina Goicea
Robert Einenkel
In Kooperation mit der Tanzcompany Of(f) Verticality, Leitung: Rose Breuss
Stephanie Maderthaner, Moderation
19.00 Uhr, Abendkonzert
„1001 Nacht“
Schumann: Märchenerzählungen op.132
Thorsten Johanns
Tomoko Akasaka
Avo Kouyoumdjian
Carl Maria von Weber: Ouvertüre zur „Abu Hassan“ für Klavier zu 4 Händen
Avo Kouyoumdjian
Christopher Hinterhuber
Brahms: Klarinettentrio Op.114
Thorsten Johanns
Peter Somodari
Avo Kouyoumdjian
*** Pause ***
César Franck: Klavierquintett f-moll Op.14
Ioana Christina Goicea
Robert Einenkel
Tomoko Akasaka
Peter Somodari
Christopher Hinterhuber
Sonntag, 17.5.
11.00, Matinée
„Farbenfroh“
Mozart: Klarinettenquintett KV 516c (Fragment, vervollständigt von Robert
Levin)
Thorsten Johanns
Ioana Christina Goicea
Robert Einenkel
Tomoko Akasaka
Peter Somodari
Schubert: Fantasie f-moll D 940
Christopher Hinterhuber
Avo Kouyoumdjian
Prokofiev: Ouvertüre über hebräische Themen Op. 34
Thorsten Johanns
Ioana Christina Goicea
Robert Einenkel
Tomoko Akasaka
Peter Somodari
Christopher Hinterhuber
*** Pause ***
Dvorak: Klavierquintett A-Dur Op. 81
Ioana Christina Goicea
Robert Einenkel
Tomoko Akasaka
Peter Somodari
Avo Kouyoumdjian
PR A 5 Layout 2026
Donnerstag, 22. Januar 2026
